Sonntag, 20.05.2012 20:50 Uhr

Musikalische Migration früher und heute

Verfasser: Pressportmedia-Uwe Marcus Rykov Kassel, 22.02.2012, 13:39 Uhr
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Innraum Spohr Museum
Innraum Spohr Museum  Bild: Pressportmedia Uwe Marcus Rykov

Kassel [ENA] Die Ausstellung Louis Spohr zeigte dass er einer der einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Europa war, dabei hinterlässt er als Komponist umfangreiche Werke wie zum Beispiel Opern, Oratorien, Sinfonien, Konzerten und Kammermusik.

Das Spohr Museum zeigte das Leben Spohrs, Werk und Wirkung des berühmten Musikers. Persönliche Ausstattungsstücke und Instrumente verdeutlichten seine Lebens- und Arbeitsbedingungen zu dieser Zeit. Während der Ausstellung liefen Musikeinspielungen und eröffneten weitere Zugänge zum Werk. Das Museum zeigte nicht allein die Bedeutung Louis Spohrs für seine eigene Zeit, sondern schlägt auch Brücken in die Gegenwart. Diese neuartige Ausstellung des Museums stellte in einer modernen Präsentation Spohrs Vielseitigkeit als Musiker dar, aber auch Widersprüche, die seine Biografie bietet.

Der „Flur“ bietet die Einführung in Spohrs Biografie. Die verschiedenen Ausstellungsräume thematisierten verschiedene Aspekte der vielfältigen musikalischen Tätigkeiten Spohrs. Die Ausstellung setzte damit auf eine bewusste Auswahl von einzelnen Exponaten. Kurze und verständliche Texte regten zur genauen Betrachtung der Objekte an. Dies wurde auch so bewusst gewählt. Des Weiteren stellte das Spohr Museum über Spohrs Biografie hinaus seine Musik durch Hörstationen in den Mittelpunkt. Auch wanderten später viele Schülers Spohrs aus. Zahlreiche Schüler von Louis Spohr wanderten in die USA entweder aus wirtschaftlichen Gründen oder auch aus Abenteuerlust.

Meist unvermögend sind ihre bei Spohr erworbenen musikalischen Fähigkeiten ihr größtes Kapital. Tatsächlich integrieren sich die meisten Schüler schnell in ihrem neuen Heimatland. Einige Schüler spielen bei den New Yorker Philharmonikern. Andere betätigen sich in der Unterhaltungsmusik und schreiben Polkas. Denn sie trugen dazu bei das die Musik ihres Lehrers Spohrs in den USA populär gemacht wurde. Seit dem 19. Jahrhundert ist auch Deutschland vom Auswanderer zum Einwandererland geworden. Dadurch entstanden wie bei Spohrs Schülers neue musikalische

Eindrücke in ihr neues Heimatland mit. Die Wechselausstellung verdeutlicht dies exemplarisch an der Musik von Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion, deren Musik auch viele Deutsche begeistert. Mit dem Vergleich dieser beiden Musikkulturen, die der Spohrschüler in den USA wie jene der russischen Einwanderer in Deutschland, schlägt die Ausstellung eine Brücke aus dem 19. Jahrhundert in die Gegenwart. Ausgehend von den Exponaten verbindet die Sonderausstellung Informationen über die Migration von Musikern mit Klangbeispielen.

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