Dienstag, 16.01.2018 22:32 Uhr

1:1 zwischen Frankfurt und Freiburg zum Rückrundenauftakt

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 13.01.2018, 19:01 Uhr
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Frankfurt [ENA] Nach einer mit 26 Punkten sehr guten Hinrunde ist die Eintracht Frankfurt mit einem Punkt in die Rückrunde der Saison 2017/18 gestartet. Am Samstag reichte es für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac in der Commerzbank Arena gegen den SC Freiburg nur zu einem 1:1. Frankfurt bestimmte die erste Halbzeit, gab das Spiel im zweiten Abschnitt jedoch aus der Hand, sodass das Unentschieden am Ende leistungsrecht war.

In den vergangenen Jahren mussten die Fans der Adler immer wieder mit ansehen, dass ihr Team nach einer guten bis sehr guten ersten Halbserie in der Rückrunde eingebrochen war. Die Verantwortlichen sind in dieser Spielzeit von der Stabilität und Robustheit der Mannschaft überzeugt. Eintracht-Trainer Kovac sagte vor dem Auftakt in die Rückrunde: „Wir sind breiter aufgestellt. Die Mannschaft ist gefestigter als im letzten Jahr. Ich glaube schon, dass wir fußballerisch erfolgreicher sein werden als in der vergangenen Rückrunde“. Die gute Laune des Trainers wird sicherlich auch durch die Rückkehr der beiden Verletzten Omar Mascarell und Marco Fabian unterstützt, die dem Team zusätzliche spielerische Qualität verleihen und Akzepte setzen können.

Bei allem Optimismus ist allerdings ein Blick auf den Spielplan angebracht: In der Rückrunde muss Eintracht Frankfurt bei allen Großen auswärts ran. Die super Auswärts-Bilanz mit 18 Punkten (Platz 2 in der Hinrunden-Auswärtstabelle hinter dem FC Bayern München) wird wohl nicht zu halten sein. Folglich müssen die Hessen in den nächsten Wochen v. a. in der heimischen Commerzbank punkten, wo es in der Hinrunde lediglich zu 8 Punkten (Platz 16 in der Heimtabelle der Hinrunde) reichte. Ein Thema, welches den Verein aus der Banken-Metropole in den nächsten Wochen sicherlich beschäftigen wird, ist die Zukunft vom starken Torwart Lukas Hradecky.

Zur Eintracht-Aufstellung: Nachdem Omar Mascarell im Sommer an der Achillessehne operiert wurde, gab er am 13. Januar zum Rückrundenauftakt gegen den SC Freiburg sein Comeback. Verzichten musste die Eintracht hingegen auf den kroatischen Offensivspieler Ante Rebic, der nach einer Erkältung und Antibiotika erst am Freitag wieder trainierte. Für Rebic rückte Branimir Hrgota neben Stürmer Sebastien Haller in die Startelf. Außerdem fehlte Abwehrchef David Abraham aufgrund eines Hämatoms in der Wade.

Als zentrales Bindeglied in der Dreier-Abwehrkette lief Makoto Hasebe von Anfang an auf. Neben Hasebe begannen Carlos Salcedo und Marco Russ. Der schnelle Timothy Chandler, der zuletzt im Wintertest gegen Aue als Alternative zu Russ in der Innenverteidigung eingewechselt wurde, startete wie Marius Wolf auf der Außenbahn. Im Mittelfeld boten die Frankfurter neben Rückkehrer Mascarell und Kevin-Prince Boateng den Serben Mijat Gacinovic auf. Anstatt Gacinovic hatte sich in der Vorbereitung auch Aymen Barkok für die Startelf empfohlen.

Die erste halbwegs gefährliche Situation des Spiels verzeichneten die Hausherren in der sechsten Spielminute. Marius Wolf zog einen Eckball von links auf den langen Pfosten, wo Boateng freistehend den Ball fast auf Höhe der Auslinie nicht entscheidend kontrollieren konnte. Nach zehn gespielten Minuten dann erneut zwei richtig gute Tormöglichkeiten für Eintracht Frankfurt. Zunächst setzte sich Haller nach schönem Pass in die Tiefe gegen Freiburgs Kübler durch, scheiterte mit seinem Abschluss von Höhe der Sechszehnerlinie jedoch an Torwart Schwolow. Dieser rettete nur wenige Sekunden später erneut, diesmal gegen Hrgota aus ca. acht Metern. Das Team von Freiburgs Trainer Christian Streich beschränkte sich in der Anfangsphase auf die Defensive.

Einzig in der 13. Spielminute kamen die Gäste zu einer Riesenchance. Einen Schuss von Höler aus halbrechter Position fälschte Eintracht-Verteidiger Russ derart ab, dass der Ball erst an den Pfosten klatschte und dann glücklich von Wolf auf der Linie gerettet werden konnte. Anschließend verflachte die Partie. In der 25. Minute die nächste Tormöglichkeit für die Eintracht. Nach einem Wolf-Freistoß aus halbrechtem Mittelfeld stahl sich Chandler Freiburgers Höler davon. Allerdings setzte der Frankfurter seinen Flugkopfball über das Tor. Insgesamt hatte Eintracht Frankfurt mehr vom Spiel und lies die Gäste nicht zur Entfaltung kommen.

Folgerichtig zahlte sich die Überlegenheit der Hausherren in der 28. Spielminute aus. Einen Eintracht-Eckball konnten die Freiburger zunächst klären. Den zweiten Ball chippte Mascarell vom Mittelkreis hoch auf den von links eingelaufenen Chandler, der per Kopf klug in die Mitte auf Haller quer legte. Der französische Eintracht-Stürmer drückte das Leder im Zweikampf gegen Freiburgs Koch aus ca. fünf Meter über die Linie – sein siebter Saisontreffer. Das Team von Niko Kovac kontrollierte den weiteren Spielverlauf und setzte immer wieder Nadelstiche in der Offensive. Gacinovic hatte kurz vor der Pause die beste Chance, um auf 2:0 zu stellen, vergab jedoch. Somit ging es mit einer verdienten 1:0 Führung für Eintracht Frankfurt in die Pause.

Der Sport-Club Freiburg kam schwungvoller aus der Kabine. Gleich mit der ersten Chance erzielten die Breisgauer den Ausgleich. Einen Eckball von Günter köpfte Freiburgs Robin Koch zentral freistehend aus ca. sieben Metern zum 1:1 ein. Und dieser Ausgleich zeigte Wirkungen. Im Vergleich zu den ersten 45 Minuten war der gute spielerische Faden der Eintracht zu Beginn der zweiten Halbzeit gerissen und in der Frankfurter Defensive boten sich immer wieder Lücken für die Gäste. In der Folge spielten nur die Freiburger.

Erst ab ca. Mitte der zweiten Hälfte kam die Eintracht langsam besser zurück ins Spiel, blieben nach vorne hin allerdings ideenlos. Die ersten beiden guten Spielzüge in der zweiten Halbzeit zeigte die Eintracht in der 78. und 79. Spielminute. Zunächst fand der vor wenigen Sekunden für Russ eingewechselte Danny da Costa nach einem Konter von rechts in der Mitte keinen Abnehmer. Anschließend setzte Haller einen Kopfball nach guter Flanke von Boateng nur knapp neben das Freiburger Gehäuse. Eintracht Frankfurt war zurück im Spiel.

Die größte Chance zum Siegtor hatte Boateng. Nach flacher Hereingabe von da Costa verpasste er am langen Pfosten nur knapp. Schlussendlich blieb es bei einem für die Eintracht enttäuschenden aber leistungsrechten 1:1 zum Rückrundenauftakt. Die Freiburger reisen sicherlich zufrieden zurück in den Breisgau. Für die Frankfurter wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob das Team 2018 ausgeglichen, stabil und spielerisch stark genug ist, um die Heimspiele erfolgreicher zu gestalten. Auswärts kommt der Eintracht entgegen, dass Spiel nicht selber machen zu müssen. Allerdings warten in der Rückrunde vermeidlich schwere Aufgaben auf gegnerischem Platz, sodass die Punkte zuhause essentiell für den weiteren Saisonverlauf sein werden.

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Russ, Hasebe, Salcedo – Wolf, Mascarell, Chandler, K.-P. Boateng, Gacinovic – Haller, Hrgota // SC Freiburg: Schwolow – Günter, Söyüncü, Gulde, Kübler – Abrashi, Koch, Haberer, Kapustka – Höler, Petersen // Tore: 28. Minute, Haller 51. Minute, Koch // Auswechslungen: 46. Minute Dräger für Kapustka 68. Minute Stendera für Hrgota 78. Minute da Costa für Russ 83. Minute Guede für Höler 85. Minute Barkok für Gacinovic// Gelbe Karten: ./. // Schiedsrichter: Stegemann, Fischer, Pickel, Aarnink, Willenborg (Videoassistent) // Zuschauer: 45.300

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