Zwei schwer erkämpfte Pflichtpunkte gegen Mazedonien.
Serbien [ENA] Nach der Auftaktniederlage gegen Tschechien stand das Team von Martin Heuberger gegen Mazedonien unter enormen Druck, denn nach einer erneuten Niederlage würde die Teilnahme an Olympia in London wohl nicht mehr zu realisieren sein. Eine enorme Leistungssteigerung ist aber notwendig um die Mazedonier zu bezwingen. Trickwürfe sind nun nicht mehr gefragt, es muss durchgezogen werden um zum ersehnten Erfolg zu kommen.
Davon waren alle Mannschaftsteile betroffen, denn überzeugen konnte niemand gegen Tschechien im Team mit dem Bundesadler. Einen Sieg gegen die Mazedonier wird aber wohl nicht nur gegen die Spieler zu erkämpfen sein, denn einen größeren Zuspruch bei den Fans haben die Gegner der Deutschen, die wegen der Nähe zum Austragungsort übermächtig sind. Gegen Mazedonien und 4000 dazugehörige Fans müssten in Schach gehalten werden.Mit Kiril Lazarov verfügen die Makedonier über eine Wurf gewaltige Tormaschine, den man zumindest versuchen sollte aus dem Spiel zu nehmen.
Mazedonien gegen Deutschland 23:24 (12:12)
Um nicht vorher schon schwarz zu sehen, sei die Bemerkung erlaubt. Es kann nicht mehr schlechter werden, der vierte Tabellenplatz in Gruppe B ist fest in deutscher Hand, bei einem Sieg würde die Welt dann aber schon wieder viel freundlicher aussehen. Die deutsche Handball Nationalmannschaft zeigte sich von Beginn viel zielstrebiger als im Auftaktspiel, auch der Rückraum funktionierte besser als gegen Tschechien. Mit Kaufmann und Glandorf trugen sich in der Anfangsphase gleich zwei Rückraumspieler in die Torschützenliste ein und Groetzki sorgte bei einem schnellen Gegenangriff für eine Führung mit drei Toren. Der Gegner war aber auf der Hut und konnte schnell wieder egalisieren. Ein spannendes Spiel bahnte sich bereits früh an.
Beide Mannschaften ließen sich nicht die Luft zum Atmen und bekämpften sich intensiv. Auch der Torwartwechsel bei Deutschland zahlte sich aus, Lichtlei hütete für Heinevetter das Tor und bot eine gute Leistung und gab der Abwehr Sicherheit. Es konnte sich keine Mannschaft absetzen und das Halbzeitergebnis von 12:12 entsprach exakt den gezeigten Leistungen. Nur die Zuschauer konnten auf diesem sportlichen Niveau nicht mithalte, denn es flogen Gegenstände auf das Spielfeld, von denen sogar die isländischen Schiedsrichter getroffen wurden.
Eine Leistungssteigerung war von der deutschen Nationalmannschaft unverkennbar, lediglich Kiril Lazarov bereitete der Mannschaft Probleme, denn wenn die Tormaschine nicht zum Wurf kam, dann spielte der Ausnahmehandballer aus Mazedonien eben seine Mannschaftskollegen präzise an, die dann zum Torerfolg kamen. Auch mit Beginn der zweiten Halbzeit agierten die Heuberger Schützlinge erfolgreicher und gingen wieder in Führung, die aber nicht lange anhielt. Mazedonien erwies sich als schwer zu knackende Nuss, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Mazedonien übernahm nun das Kommando und Heinevetter, der für Lichtlein das Tor hütete musste sich bei einem Strafwurf des mazedonischen Superstars Lazarov geschlagen geben und würde düpiert.
Als dann der mazedonische Torhüter eine Wurf von Christophersen fing und im Gegenzug ein erneuter Gegentreffer für Deutschland zu verzeichnen war und Roggisch seine zweite Zeitstrafe erhielt, wurde es brenzlig. Dennoch blieb das Spiel vom Ergebnis her ausgeglichen, mehr Effektivität entwickelten jedoch die Mazedonier. Gensheimer erzielte nachdem er selbst gefoult wurde, mit dem fälligen Siebenmeter den erneuten Ausgleich zum 18:18 Mitte der zweiten Halbzeit. Zum Ende des Spiel neigte sich die Waage auf die deutsche Seite, was mehrere Gründe hatte.
Der Wechsel des Torhüters von Lichtlein zu Heinevetter, der gleich nach seiner Einwechslung mit Topparaden und einer Parade bei einem Siebenmeter gegen Lazarov legte wahrscheinlich den Grundstein zum nachfolgenden Sieg, der sehr wichtig war und die Türen nach London zur Olympiade wieder weit öffnete und das gegen einen Gegner der normalerweise sicher geschlagen werden müsste.Dennoch ist der Sieg in der derzeitigen Verfassung schon als großer Erfolg einzuordnen und dafür war eine Leistungssteigerung im EM- Turnier notwendig, die tatsächlich auch erfolgte und somit konnte ein knapper Erfolg mit einem Tor Vorsprung am Ende gefeiert werden.




















































