Motorworld Buchpreis 2026
München [ENA] Es ist eine feste Institution im literarischen Kalender mit einem speziellen Fokus: der Motorworld Buchpreis. Veranstaltet in den Standorten der Motorworld Group, seit 2018 in der Rolle des Hauptveranstalters, früher in Stuttgart oder Köln. Seit 2021 in München in der denkmalgeschützten Lokhalle
des ehemaligen Ausbesserungswerkes der Reichsbahn (ab 1920) findet die Motorsport Literatur eine regelmäßige Bühne, heuer am 10.September, auf der Publikationen zum Automobil, zum Motorsport, aber auch zu Design und Themen der Mobilität ausgezeichnet werden. Aus rund 50 Publikationen, dazu noch ein Wort später, wählte eine Fachjury unter dem Vorsitz von Jürgen Lewandowski, die ihrem Urteil nach besten Neuerscheinungen aus. Gastgeber Jürgen Lewandowski begann seine Karriere bei „auto, motor und sport“, wurde Ressortleiter bei „hobby“ und verantwortete über 10 Jahre „Auto und Verkehr“ bei der Süddeutschen Zeitung. Die Automobil-Historie ist eines seiner großen Themen.
Er initiierte den Motorworld Buchpreis, der vorgestern zum 21. Male veranstaltet wurde. Zur Jury gehören neben Lewandowski Sarah Dünkel, CCO der Motorworld Group Group, der Vorsitzender der Geschäftsführung HYMER GmbH & Co. KG, Christian Bauer Frank Marrenbach (geschäftsführender Gesellschafter Althoff Hotels), Michael Stoschek als Vorsitzender Gesellschafterversammlung Brose Fahrzeugteile und Andreas Kaufmann, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Leica Camera AG fungiert.
Sara Dünkel begrüßte zur Eröffnung Autoren, Verlage, Medienvertreter und zahlreiche Gäste, die sich, wie sie in ihren einleitenden Worten erläuterte, für die Geschichten, Persönlichkeiten und Innovationen interessieren, welche die automobile Kultur prägen. Etwa 50 Publikationen lagen für dieses Jahr der Jury vor. Wie Lewandowski sagt, ist „der Motorworld Buchpreis (ist) weit mehr als eine Preisverleihung. Er feiert die Ideen, den Innovationsgeist, die Rennsport-DNA, Abenteuer und vor allem die automobile Leidenschaft, die Menschen jeden Alters begeistern.“
Im Gegensatz zum „Deutschen Buchpreis“ wird beim Motorworld-Preis keine Long- oder Shortlist veröffentlicht. Das ausgezeichnete Werk wird vorgestellt und der Preisträger ans Mikrofon gebeten. Bis kurz vor der Veranstaltung bleiben die eingereichten Werke und die potenziellen Preisträger ausschließlich der Jury bekannt. Dem Autor dieses Beitrags, selbst 2018 und 2023 Preisträger, war nicht bekannt, dass seine Bücher vom Verlag eingereicht wurden, und erfuhr ebenso wie die aktuellen Preisträger heuer erst kurz vor der Veranstaltung von ihrer Auszeichnung. Es wäre wünschenswert, wenn die Liste bekanntgemacht würden, denn ein Blick in eine gut sortierte Großstadt-Buchhandlung zeigt, dass diesem Thema nur wenig Regalfläche gewidmet wird.
Die Verleihung verdeutlicht eine weitere bedeutende Schwierigkeit für Autorinnen und Autoren, die sich mit großem Enthusiasmus einem Thema widmen, recherchieren und schreiben, wie Lewandowski immer wieder betonte. Die Preisträger berichteten von vergeblichen Versuchen, einen Verlag zu gewinnen. Viele renommierte Verlage sind in der jüngeren Vergangenheit vom Markt verschwunden, was schließlich zur Veröffentlichung im Selbstverlag führte. Häufig entstehen finanzielle Herausforderungen, die sich durch die Verkaufserlöse nur schwer decken lassen. Dies führt zu der Frage, wie die Zukunft dieses Genres angesichts des allgemein geringen Interesses, etwa am Motorsport in unserem Land, aussehen wird.
Um so bedeutsamer erschein der Motorworld-Buchpreis als ein Forum, das nicht dazu dient, das Ego einzelner Autoren zu präsentieren, sondern die Automobilgeschichte zu pflegen und, durch den Charakter des Events, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Lewandowski stellte Neuerscheinungen und ihre Autoren, darunter eine (!) Autorin, der internationalen Automobilliteratur vor, die automobile Kultur, Rennsport Persönlichkeiten dokumentieren. Er betonte, dass es zwar in den einzelnen Kategorien einen ersten Platz gebe, statt zweiter und dritter Plätze Ehrenpreise vergeben würden:
In der Kategorie Biografie: 1. Platz: Jörg-Thomas Födisch / Achim Schlang Jochen Mass - Eine Rennsport-Ikone; Ehrenpreise: Thomas Ammann / Kari Ludvigsen Ferdinand Porsche - Mensch, Visionär, Familienunternehmer; Siegfried Tesche Motor Legenden -The Rolling Stones. Kategorie Motorsport: 1. Platz: Jörg-Thomas Födisch / Michael Behrndt / Rainer Roßbach / Nils Ruwisch Comeback des Nürburgrings; Ehrenpreis: Frank Kuhlemann BMW M und BMW in der Formel I Kategorie Historie 1. Platz: Hans Peter Würsten / Günter Engelen; Mercedes~Benz 170 V/170 S/220 Ehrenpreise: Alexander Diego Fritz Denzel Sportwagen Jean-Philippe Müller Bugatti 64
Kategorie Design: 1. Platz: Frank Rocholl Under the Sun Vol. 2 Ferrari; Ehrenpreis: Michael Dörrenberg Grenzenlos - Supercar Norwegentouren Kategorie Englische Bücher 1. Platz: Daniel Cabart, Denis Cohignac, Patrick Rollet, Gautam Sen A Century of Concours d'Elegance; Ehrenpreise: Gautam Sen Lancia Stratos Zero, Walter Bäumer / Jean-Franeois Blachette Maserati 250F - A Legendary Formula 1 Car Kategorie Aus aller Welt Ehrenpreise: Stephen Bayley Death Drive, Ulrich Biene Siku - Die Autowelt im Kinderzimmer; Volker Neumann Automobil Kühlerfiguren; Roland Seiter Baden-Baden - The Hidden Motor City Ellen Wilhelm lnto the Far -Vier Jahre im Land Rover
Eine besondere Erwähnung durch die Jury fanden zwei Publikationen des im englischen Tenbury Wells ansässigen Verlages Porter Press International: John S. Allan, Graham Endeacott, Mark Cole, Mike Teske: Ultimate Ford GT40 - The Definitive History - Vol. 2 und Randy Leffingwell Against all the others – Porsche Racing History 1969, das aber ausweislich des Internets bei David Bull Publishing erschienen ist.
Neben der Motorworld Group wurde die diesjährige Veranstaltung von der HYMER GmbH & Co. KG., der Online-Druckerei WIRmachenDRUCK und vom Automobilclub von Deutschland/AvD unterstützt




















































