Donnerstag, 08.10.2026 17:15 Uhr

WINGS OF MEMORIAM – Alte Träume bekommen neue Flügel

Verantwortlicher Autor: Vivien Rose Wien, 08.10.2026, 14:18 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 1846x gelesen
WINGS OF MEMORIAM live in der ((szene)) Wien – intensive Verbindung zwischen Bühne und Publikum.
WINGS OF MEMORIAM live in der ((szene)) Wien – intensive Verbindung zwischen Bühne und Publikum.   Bild: Vivien Rose

Wien [ENA] WINGS OF MEMORIAM verbinden Erinnerungen, Rock und neue Aufbruchsstimmung. Nach Platz drei beim Planet Festival Tour Qualifying führt ihr Weg nun in die Playoffs – mit dem großen Ziel, sich für das Finale im Wiener Gasometer Mai 2027 zu qualifizieren.

Was Ende der 1980er-Jahre als gemeinsame musikalische Leidenschaft begann, hat Jahrzehnte später neue Flügel bekommen. WINGS OF MEMORIAM verbinden Rock, New Wave und cineastische Klangwelten mit Texten über Erinnerung, Liebe, gesellschaftliche Veränderungen und die großen Fragen des Lebens. Im September gelang der Wiener Formation ein weiterer wichtiger Schritt: Beim Qualifying Wien #3 der Planet Festival Tour in der ((szene)) Wien erreichte die Band den dritten Platz und qualifizierte sich damit für die nächste Runde. Das große Ziel der Tour liegt bereits am Horizont: der Final Big Bang im Planet.tt Gasometer.

Vom Schulproberaum zurück auf die Bühne

Manche musikalischen Geschichten beginnen mit einem großen Plan. Andere beginnen einfach mit einigen jungen Menschen, Instrumenten und dem Wunsch, Musik zu machen. Bei WINGS OF MEMORIAM liegen die Wurzeln nach Angaben der Musiker im Jahr 1989. Damals entstand im Umfeld des ORG Marianum in Wien eine Schulband. Musikalische Vorbilder waren unter anderem U2, The Mission und The Sisters of Mercy. Das österreichische SR-Archiv dokumentiert die spätere Formation unter dem ursprünglichen Namen In Memoriam, nennt die gemeinsamen Schulproberäume und eine Vorgeschichte unter dem Namen „The Resurrection of Fear“

Wie ist WINGS OF MEMORIAM entstanden?

„Unsere Band entstand im Jahr 1989 als Schulband im ORG Marianum in Wien, inspiriert von U2, The Mission und The Sisters of Mercy, unter dem Namen IN MEMORIAM.“ Der ursprüngliche Name leitete sich für die Musiker vom Gedanken „in Erinnerung behalten“ ab. Dabei geht es nicht nur um die Erinnerung an Vergangenes, sondern besonders um jene Jahre, in denen sich Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen vom eigenen zukünftigen Leben entwickeln. „Vor allem die Zeiten unserer Jugend, wo die Emotionen im Leben eines Mannes am stärksten sind und wo sich Träume, Sehnsüchte und Lebenserwartungen bilden beziehungsweise Ziele formen, die wir nie aus den Augen verlieren sollten.“

Aus diesem Gedanken entstanden Fragen, die bis heute ein zentraler Teil der Musik sind: Wo kommen wir her? Wo wollten wir hin? Wo sind wir – beeinflusst auch durch die Gesellschaft – schließlich gelandet? Aus einem ganz praktischen Grund wurde aus IN MEMORIAM schließlich WINGS OF MEMORIAM. Wer im Internet nach „In Memoriam“ suchte, fand überwiegend Gedenkseiten und Todesanzeigen. Die Musik der Band ging dazwischen beinahe verloren. Die Lösung fand sich im eigenen Logo: Die darin enthaltenen Flügel wurden Teil des neuen Namens. Für die Musiker stehen sie für Leichtigkeit und für das Erheben über das rein Irdische. „Im Sinne von: Wir lernten zu fliegen und unsere alten Träume wahr werden zu lassen.“

Welche Gefühle und Erfahrungen prägen eure Songs?

Mit „Green Island“ begann für WINGS OF MEMORIAM eine musikalische Odyssee durch die Höhen und Tiefen gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Songs erzählen von Liebe, Hoffnung und Energie, aber auch von Ängsten, Zweifeln und den „Ungeheuern“, denen man sich im Leben stellen muss. Dabei tauchen immer wieder existenzielle Fragen auf: Leben wir richtig? Sind wir der Gunst Gottes, einer höheren Macht oder eines übergeordneten Schicksals würdig? Heute richtet die Band ihren Blick stärker nach außen. Aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, zwischenmenschliche Herausforderungen und die Unsicherheiten unserer Zeit prägen die Texte. Die Lieder spiegeln wider, was die Musiker als reifere Menschen bewegt und berührt.

Gesang mit großer Dynamik – die Band setzt auf emotionale Intensität
Der Schlagzeuger hält den Puls des Auftritts.
Treibende Basslinien sind ein markantes Element des Sounds

Was macht euren Sound einzigartig unter Rockbands?

„Unser Sound ist unverwechselbar und kraftvoll. Um den besagten Themen Ausdruck zu verleihen, versuchen wir mit gewissen Elementen eine musikalische Spannung aufzubauen.“ Markante Gitarrenriffs treffen auf treibende Basslinien. Dazu kommt eine charismatische Stimme, die sich von tiefen, warmen Tönen bis in hymnische Höhen bewegt. Ergänzt wird das durch selbst produzierte, cineastisch angelegte Playbacks. „Gemeinsam mit unseren tiefgreifenden Texten formen diese Elemente einen unverkennbaren Rock-Stil. Was uns von anderen Rockbands unterscheidet, ist die ehrliche, zeitlose Dynamik dieses Sounds und die Reife und Erfahrung aus über drei Jahrzehnten gelebter Bandgeschichte.“ Über die Band soll einmal gesagt worden sein: „Ganz großes Kino.“

Planet Festival Tour: Der nächste Schritt

Am 19. September 2026 stellte sich WINGS OF MEMORIAM einer besonderen Herausforderung. Beim Qualifying Wien #3 der Planet Festival Tour stand die Band in der ((szene)) Wien auf der Bühne. Die offizielle Planet-Festival-Tour-Seite führt WINGS OF MEMORIAM als Aufsteiger dieses Abends. Sie erreichten den dritten Platz. Damit ist die nächste Runde geschafft. Die PF- Tour gilt als Österreichs größter Livemusik-Contest. Die erfolgreichen Acts der Qualifyings ziehen in die Playoffs ein. Für WINGS OF MEMORIAM bedeutet der Erfolg vom September daher: Sie sind für die Playoff-Runde 2027 qualifiziert. Diese Playoffs finden im Jänner/Februar 2027 wieder in der ((szene)) Wien statt. Erst dort entscheidet sich, wer den letzten großen Schritt schafft.

Blick von der Bühne in den Saal: Das Publikum ist bei der Planet Festival Tour ein wichtiger Teil der Wertung.
Bühnenpräsenz und Spielfreude: WINGS OF MEMORIAM beim Live-Auftritt.
Nach dem Auftritt: die Band gemeinsam hinter der Bühne

Was bedeutet euch die Nähe zu eurem Publikum live?

„Es ist immer wieder wunderschön, wenn wir es schaffen, unsere Gefühle, die wir für unsere Musik haben, auch zu transportieren und vom Publikum entsprechend energetische Reaktionen erhalten.“ Gerade bei der Planet Festival Tour kann diese Verbindung entscheidend werden. Denn das Publikum ist nicht nur Zuhörer, sondern Teil der Wertung. „Wir sind überzeugt davon, dass noch viel mehr Menschen da draußen sind, denen unsere Musik etwas bedeuten würde. Wir werden sie finden.“

Welche Ziele habt ihr mit WINGS OF MEMORIAM ?

„Die fantastischen wie grandiosen Reaktionen bei unseren Live-Auftritten und auch jene im Netz treiben uns an. Wir wollen weiter wachsen, neue Fans gewinnen und unsere Musik in die Welt tragen. Das Bühnenerlebnis setzt bei jedem von uns enorm viel Energie frei!“ „In erster Linie wollen wir Musik machen oder besser gesagt: Die Seele von Wings of Memoriam hat Gestalt angenommen und treibt uns dazu, immer weiter zu fahren, zu träumen, auf unserer Odyssee in eine unbekannte Zukunft.“ „Wo wir letztlich landen werden, ob in den Charts oder einfach nur auf kleinen Bühnen … egal – unsere Reise geht hoffentlich noch lange.“

WINGS OF MEMORIAM stehen nicht am Anfang ihrer Geschichte – und genau das macht sie besonders. Ihre gemeinsamen Wurzeln reichen bis in die Schulzeit zurück. Das Leben verlief nicht immer so, wie man es sich mit siebzehn oder achtzehn Jahren erträumt hatte. Doch heute stehen sie wieder auf der Bühne, schreiben Songs, veröffentlichen Musik und stellen sich neuen Herausforderungen. Der Gasometer ist noch nicht erreicht, zunächst warten die Playoffs. Vielleicht führt ein Traum, der vor Jahrzehnten in Wiener Schulräumen begann, am 15. Mai 2027 tatsächlich zum Final Big Bang. Sie haben gelernt zu fliegen – nun wird sich zeigen, wie weit ihre Flügel sie noch tragen. Herzlichen Dank für das Exklusivinterview und viel Erfolg wünscht ENA.

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