Drohnen-Alarm in Helsinki
Helsinki [ENA] Kurz vor vier Uhr morgens wurden die Menschen in der Region durch eine Gefahrenwarnung aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen sieben Uhr morgens teilte die Rettungsbehörde des Innenministeriums mit, dass die Gefahr vorüber sei.
Im Gebiet zwischen Helsinki und Porvoo in der Region Uusimaa war am Freitagmorgen nachweislich eine Drohne unterwegs. Die Rettungsbehörden des Innenministeriums hatten somit einen triftigen Grund, in den frühen Morgenstunden um 3:49 Uhr eine Gefahrenwarnung für Uusimaa auszugeben. In dieser wurden die Bewohner dazu aufgefordert, Schutz zu suchen und in Innenräumen zu bleiben. „Die Gefahrenwarnung wurde als Vorsichtsmaßnahme ausgegeben”, sagte der Leiter der Rettungsabteilung des Innenministeriums, Kimmo Kohvakka.
Hornet Kampfjets der Luftwaffe flogen am frühen Freitagmorgen über der Hauptstadtregion in Uusimaa. Der Luftraum wurde gesperrt, Abflüge verspäteten sich oder wurden storniert und Ankunftsflüge wurden nach Tallinn, Stockholm und Rovaniemi umgeleitet. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki-Vantaa war vollständig unterbrochen, läuft aber seit 7:45 Uhr wieder. Die NATO-Sonderkorrespondentin Maria Stenroos berichtet, dass der Drohneneinsatz massiv war. Dies zeigte sich in den häufigen Bewegungen von Kampfflugzeugen in der Region Helsinki. Auch die Informationsarbeit der Behörden war deutlich intensiver.
Ende März gab es schon einmal einen Zwischenfall, bei dem zwei fehlgeleitete ukrainische Drohnen in Südfinnland abstürzten, eine nördlich und eine östlich von Kouvola. „Die wichtigste Information ist, dass man in Uusimaa zum normalen Alltag zurückkehren kann”, sagt Kohvakka. Zu Beginn äußerte er sich nicht dazu, ob sich tatsächlich eine gefährliche Drohne im finnischen Luftraum befand. Später teilte Kohvakka der finnischen Nachrichtenagentur STT mit, dass nach aktuellen Informationen mindestens eine Drohne nach Finnland gelangt sei.
Kimmo Kohvakka, der Leiter der Rettungsabteilung des Innenministeriums, gab bekannt, dass die Gefahrensituation um 7:06 Uhr als beendet erklärt wurde. (siehe Titelbild)




















































