Tödlicher Judenhass – welche „Überraschung"!
Zürich [ENA] Stets aufflammender, in Wellen sich mehr oder minder wuchtig über die Gesellschaft ergiessender Judenhass ist nichts Neues in der Weltgeschichte. Dessen ungeachtet dürfte sich der eine oder andere aufgeweckte Zeitgenosse unwirsch dabei ertappen, dass sich urplötzlich etwas dergestalt verschoben hat in seinem strukturierten Dasein, dass er seine jahrelang erbaulich eingerichtete Umgebung nicht mehr zu erkennen vermag.
Der Boden entgleitet ihm schier unter den Füssen, er blickt verwundert um sich und gewärtigt mit einem gewissen Missmut, gepaart mit ungläubigem Staunen, eine Riesenüberraschung. Damit habe nun wirklich niemand rechnen können, besänftigt er sich gleich wieder… Ungeachtet dessen wird er ob seines eigenen Wimmerns entweder fahl im Gesicht, erbleichend ob des Schreckens, oder wird von unbändiger Weissglut ergriffen. Nicht in den kühnsten Träumen hätte er erwartet, dass aus medialen Worten grobe Taten werden, rhetorische Andeutungen aus der „Mitte“ der Gesellschaft über die Juden und den israelischen Staat sich verselbständigten und hierbei die kleine Minderheit der mosaischen „Mitbürger“ aus dem Blickfeld trieben.
Wie es halt so ergeht im Leben: Das Auflösen der Firnis vom zivilisatorischen Miteinander geht anfänglich schleichend vor sich, nimmt hernach Fahrt auf, und plötzlich lässt sich nichts mehr bemänteln, sobald die ungeschminkte Wahrheit ans Tageslicht tritt. Der Judenhass hat Konjunktur, das Eidgenössische Departement für Äusseres betreibt ihn seit Langem als diplomatisches Sperrfeuer, das sich gegen die zionistischen Werte des israelischen Staates wendet, die (Staats-)Medien, vor allem das vom Steuerzahler üppig alimentierte Schweizerische Radio und Fernsehen (SRF), verunglimpft Israel politisch nach Strich und Faden, als ob dies zu seinem Kernauftrag gehörte.
Wenn gewisse schweizerische Parteigremien – angefangen von den JUSOS, der rebellischen Jugendbewegung innerhalb der Sozialdemokratischen Partei mitsamt ihrer Mutterpartei SP, die Grünen, die Grünliberalen, gewisse marxistisch und trotzkistisch orientierte Alternative Listen, ganz zu schweigen von Hardcore-Kommunisten, ja selbst Teile der sich als fortschrittlich begreifenden „Mitte“ sowie akademische Kreise vorweg in den Phil-I-Fächern –, in den „israelkritischen“ Chor einstimmen, der da im Refrain lautet: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“, dann wird man sich nicht wundern, wenn jüdische Stimmen im Land verstummen und die Angehörigen dieser lediglich 18’000 Seelen zählenden Minderheit sich in die eigene Blase hinein zurückzieht.
Nach einem missglückten Brandanschlag gegen eine Synagoge und einem versuchten Mordanschlag gegen einen Juden in Zürich durch einen radikalisierten Muslim sowie Abertausenden schamlos antisemitischer Übergriffe v.a. in den sozialen Netzwerken verwundert es nicht, dass sich jüdische Menschen auch in der Schweiz zunehmend Gedanken machen über ihre Erkennbarkeit in der Öffentlichkeit.
Berlin ist nicht weit, und man beobachtet mit Grauen, dass sich dort mit der von vehementem Juden- und Israelhass wahltaktisch getriebenen Linke mit Elif Eralp an der Spitze ein weiblicher Typ „Mamdani“ im Rathaus der deutschen Hauptstadt die Regierungszügel übernehmen könnte. Das braune Gedankengut der Roten von heute kann es mit dem nazistischen Irrlichtern der Weimarer Republik durchaus aufnehmen.
Eine mir persönlich zu Ohren gekommene „spielerische“ Lagebeurteilung innerhalb eines mittelständischen Unternehmens macht unmissverständlich deutlich, was man auf die Schweiz bezogen bislang nicht für möglich gehalten hätte: Einige jüdische Arbeitnehmer innerhalb der Belegschaft eines Betriebs, Sympathisanten Israels allemal und mit diesem Land eng verbunden, fragten sich allen Ernstes, wer sie wohl physisch in Schutz nähme oder sie versteckte, falls man ihnen nach dem Leben trachtete.




















































